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MI 08:00 - 14:00
DO 08:00 - 14:00
FR 15:00 - 19:00

sowie nach Vereinbarung

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Geßlgasse 19/1
1230 Wien
Tel. 01/88813790



Öffentliche Verkehrsmittel: Straßenbahnlinie 60 (Station Maurer Lange Gasse, 50m). Autobuslinien 60A, 56B, 156B

Dr. Stefan Fritsch

Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie



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Dr. Gerald Schnürer

Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie und Angiologie



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SCHILDDRÜSEN ORDINATION


Beinahe jeder dritte Erwachsene in Österreich hat mindestens eine krankhafte Schilddrüsenveränderung, wobei die Häufigkeit mit zunehmendem Alter steigt. In unserer Schilddrüsenordination erhalten Sie eine umfassende Diagnostik, Therapie und Betreuung Ihrer Schilddrüsenprobleme - kompetent, individuell und persönlich in angenehmer Atmosphäre und ohne lange Wartezeiten.



WELCHE ERKRANKUNGEN DER SCHILDDRÜSE GIBT ES?


Man unterscheidet zwischen Veränderungen in Größe und Beschaffenheit (Vergrößerungen, Knoten, Tumore) und Fehlfunktionen der Schilddrüse. Oft bestehen auch Überschneidungen und Mischformen. Dabei sagt eine strukturelle Veränderung noch nichts über die Funktion des Organs aus und umgekehrt. Nach einer ausführlichen Anamnese (Erfragung von potenziell medizinisch relevanten Informationen) führen wir bei Ihnen eine Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse durch. Hierdurch lassen sich Vergrößerungen der Schilddrüse (Struma), Knoten oder Zysten diagnostizieren. Weiters liefert das Ultraschallbild wichtige Hinweise auf Krankheiten, die Ursache einer Unter- bzw. Überfunktion der Schilddrüse sein können. In Zusammenschau mit den Schilddrüsenwerten im Blut und gegebenenfalls weiterführenden Untersuchungen wie Szintigraphie oder Feinnadelaspirationszytologie lässt sich die betreffende Krankheit diagnostizieren.



Im Folgenden möchten wir Ihnen einen Überblick über die häufigsten Schilddrüsenkrankheiten geben



SCHILDDRÜSENVERGRÖSSERUNG

Eine krankhafte Vergrößerung der Schilddrüse wird als Struma bezeichnet. Der Begriff kommt aus dem Lateinischen und bedeutet Drüsenschwellung oder Geschwulst. Im Volksmund wird eine Struma auch Kropf genannt. Strumen zählen zu den weltweit häufigsten Erkrankungen der Schilddrüse. Der ernährungsbedingte Jodmangel ist die überwiegende Ursache für das Entstehen einer Struma (ca. 90% der Fälle). Da jedoch in Österreich seit den 60er-Jahren des letzten Jahrhunderts eine obligatorische Jodprophylaxe durch Jodierung des Speisesalzes durchgeführt wird, sind Jodmangelstrumen heute eine Seltenheit. Weiters kann eine Vergrößerung der Schilddrüse mit einer Schilddrüsenüberfunktion, Entzündungen oder Tumoren assoziiert sein. Das Wachstum der Schilddrüse kann entweder diffus, gleichmäßig verteilt (Struma diffusa) oder knotig sein (Struma nodosa). Durch die Größenzunahme des Organs entsteht das Gefühl, einen Kloß im Hals zu haben (Globusgefühl), eine tastbare Schilddrüse bzw. ein vergrößerter Halsumfang. In seltenen Fällen wächst die Schilddrüse auch hinter dem Brustbein bis in den Brustkorb hinein (retrosternale Struma). Wenn die Schilddrüse auf die Luft- oder Speiseröhre drückt, können Atem- und Schluckprobleme auftreten. Die Schilddrüsenwerte sind in der Regel unauffällig.


SCHILDDRÜSENKNOTEN

Schilddrüsenknoten finden sich bei über 30% der erwachsenen Bevölkerung und wachsen in aller Regel langsam und meist unbemerkt vom Patienten. Der Fachbegriff ist Struma nodosa. Ist die Schilddrüse zusätzlich vergrößert, spricht man von einer Struma diffusa et nodosa (s.o). Es können lokale Zellvermehrungen (knotige Hyperplasie), sowie gutartige Geschwülste aus Drüsengewebe (Adenome) und (im Verhältnis dazu sehr seltene) bösartige Tumore unterschieden werden. Ein erhöhtes Risiko für bösartige Tumore besteht bei vorangegangener Bestrahlung im Halsbereich und Schilddrüsentumoren in der Familie. Weiters ist das Auftreten von Knoten im jüngeren Lebensalter suspekt, während sie bei älteren Menschen äußerst selten bösartig werden.


Bei der Ultraschalluntersuchung gibt es bestimmte Kriterien, die auf einen verdächtigen Tumorknoten hinweisen. Je nach vorhandenem Bild, werden wir Ihnen raten, den Knoten in bestimmten Abständen zu kontrollieren oder eine weiterführende Abklärung mittels Gewinnung von Zellen durchführen zu lassen (Feinnadelaspiration). Bei einer Überfunktion der Schilddrüse, bei größeren und verdächtigen Knoten, oder bei Hinweis auf eine retrosternale Struma kann auch eine nuklearmedizinische Untersuchung der Schilddrüse sinnvoll sein.


SCHILDDRÜSENZYSTEN

Zysten sind flüssigkeitsgefüllte Hohlräume, die in den häufigsten Fällen gutartig sind. Bei Schilddrüsenzysten handelt es sich am häufigsten um sogenannte Pseudozysten, d.h. zystenartige Gebilde welche im Gegensatz zu richtigen Zysten keine Auskleidung mit Zellen (Epithel) besitzen. Sie entstehen durch regressive Veränderungen der Schilddrüsenzellen, was bedeutet, dass sich Zellen in diesem Bereich zurückbilden und nicht mehr die Funktion normaler Schilddrüsenzellen ausüben. Auch Knoten können zystisch zerfallen. Manchmal kommt es zu einer Einblutung von Zysten, wodurch sich die Schilddüse akut vergrößern kann bzw. Schmerzen auftreten. Sollte die Zyste zu einem Spannungsgefühl führen, kann die Flüssigkeit abpunktiert werden.

ENTZÜNDLICHE SCHILDDRÜSEN ERKRANKUNGEN


Akute Thyreoiditis

Bei der akuten, eitrigen Thyreoiditis handelt es sich um eine Entzündung der Schilddrüse, die durch Bakterien verursacht wird. Diese gelangen meistens über die Blutbahn in die Schilddrüse und lösen dort eine lokale Reaktion mit Schmerzen, Druckempfindlichkeit, Rötung und Schwellung aus. Dazu kommen Beschwerden wie Fieber, Schweißausbrüche, Herzrasen und ein allgemeines Krankheitsgefühl. In der Laboruntersuchung finden sich erhöhte Entzündungswerte. Die Behandlung besteht im Wesentlichen in einer gezielten Antibiotikagabe. Sollte sich ein Abszess bilden, erfolgt eine Punktion des entzündlichen Sekrets.


Subakute Thyreoiditis (Thyreoiditis de Quervain)

Die Thyreoiditis de Quervain ist eine durch Viren ausgelöste Schilddrüsenentzündung, die oft nach vorausgegangenen Erkältungen und grippalen Infekten auftritt. Der Begriff „subakut“ beschreibt den etwas langsameren Beginn im Vergleich zu der oben genannten akuten Entzündung. Bei dieser Erkrankung gibt es sehr unterschiedliche Verläufe. Manche Patienten verspüren nur leichte oder keine Beschwerden, andere leiden an einem allgemeinen Krankheitsgefühl, hohen Fieber, Schüttelfrost und lokalen Schmerzen. Meist besteht ein Druckschmerz in der Schilddrüsenregion mit Ausstrahlung in Kiefer und Ohren. Auch kann die Entzündung zu einer Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse führen.


Die Angaben und Beschwerden des Patienten ergeben bereits wichtige Hinweise und den Verdacht auf eine Schilddrüsenentzündung. Nach der körperlichen Untersuchung wird eine Blutprobe entnommen und nach allgemeinen Entzündungszeichen gesucht. Typisch ist eine deutliche Beschleunigung der Blutsenkung. Häufig sind die Schilddrüsenhormonwerte zu Krankheitsbeginn auch erhöht, und es kommt zu einer vorübergehenden Überfunktion mit entsprechenden Beschwerden. Die Diagnose stellen wir in der Zusammenschau der Beschwerden, der Blutbefunde und der Ultraschalluntersuchung. Nur in unklaren Fällen kann zusätzlich eine Feinnadelpunktion notwendig sein. Die Thyreoiditis de Quervain wird mit entzündungshemmenden Schmerzmitteln und in schwereren Fällen mit Cortison behandelt. Zur Behandlung der Überfunktion wird mit Betablockern therapiert. Sollte als Folge eine Unterfunktion der Schilddrüse auftreten, werden Schilddrüsenhormone verabreicht. Die Erkrankung heilt aber in der Mehrzahl der Fälle ohne Spätfolgen und bleibende Schäden aus.


Chronisch lymphozytäre Tyreoiditis Hashimoto

Die chronisch lymphozytäre Tyreoiditis Hashimoto tritt bei über 5% der Menschen auf und ist damit eine sehr häufige Erkrankung und die überwiegende Ursache der Schilddrüsenunterfunktion im Erwachsenenalter. Frauen sind etwa neunmal häufiger betroffen als Männer. Auch familiäre Häufungen werden beobachtet. Es handelt sich um eine Autoimmunerkankung, wo Autoantikörper gegen die eigenen Schilddrüsenzellen entwickelt werden. Gelegentlich ist die Thyreoiditis Hashimoto mit anderen Autoimmunerkankungen wie Diabetes Typ I, chronischer Polyarthritis, Autoimmunerkrankungen der Leber oder einer Unterfunktion der Nebenniere assoziiert. Typisch ist ein schleichender Verlauf über viele Jahre mit der Entwicklung einer Schilddrüsenunterfunktion. Je nach Erkrankungsstadium kann die Schilddrüse vergrößert, verkleinert oder sogar kaum noch erkennbar sein. Die Diagnosestellung durch Nachweis der Autoantikörper (TPO-AK und/oder TG-AK) im Blut erfolgt meist erst in späteren Stadien, wenn die Ursache einer Schilddrüsenunterfunktion abgeklärt wird. Bei der Ultraschalluntersuchung lässt sich häufig ein typisches Bild (kleinfleckiges inhomogenes Gewebe) feststellen. V.a. am Beginn gibt es aber auch akute (nicht schmerzhafte) Entzündungsphasen, die gelegentlich mit einer vorübergehenden Überfunktion (Hyperthyreose) einhergehen können. Eine ursächliche Therapie gibt es bislang nicht. Die sich ausbildende Funktionseinschränkung der Schilddrüse wird mit der Gabe von Schilddrüsenhormon (L-Thyroxin) in Tablettenform behandelt, wodurch in der Regel ein völlig beschwerdefreies Leben möglich ist.


Weitere Formen:

Weitere Entzündungsformen sind die post-partum Thyreoiditis, die bei ca. 5% aller Schwangeren nach der Geburt des Kindes auftritt, die Thyreoiditis nach Radiojod- oder Strahlentherapie und die Entzündung als Begleiterscheinung bei anderen Erkrankungen oder nach Gabe bestimmter Medikamente. Die meisten dieser Entzündungen werden primär symptomatisch, d.h. beschwerdelindernd behandelt und haben eine gute Prognose.



SCHILDDRÜSENFUNKTIONSSTÖRUNGEN



SCHILDDRÜSENUNTERFUNKTION

Die Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) hat verschiedene Ursachen. In den allermeisten Fällen wird die Schilddrüsenunterfunktion im Laufe des Lebens erworben. Selten kann die Schilddrüse bei Geburt komplett fehlen oder zu klein angelegt sein. Am häufigsten ist die Unterfunktion Folge der chronischen Schilddrüsenentzündung Thyreoiditis Hashimoto (s.o.). Im Erwachsenenalter entwickelt sich eine Schilddrüsenunterfunktion meist schleichend, anfangs treten keine oder kaum Beschwerden auf. Symptome machen sich in der Regel erst bei einer stärkeren Unterfunktion bemerkbar. Die Beschwerden sind unspezifisch, können aber in Zusammenschau mit den Blutbefunden einer Hypothyreose zugeordnet werden.


Mögliche Symptome:

Müdigkeit, Erschöpfung, depressive Verstimmung, Antriebsmangel, Konzentrationsstörungen, Kälteempfindlichkeit, Gewichtszunahme, Verstopfung, kühle, trockene Haut, Haarausfall, geschwollenes Gesicht, geschwollene Zunge und Augenpartien


Ursachen:

Thyreoiditis Hashimoto, Zustand nach Schilddrüsenoperation oder Radiojodtherapie, Zustand nach Bestrahlung im Halsbereich, Thyreoiditis nach einer Schwangerschaft, Thyreoiditis de Quervain, Medikamente (Schilddrüsenmedikamente, Jod, Lithium, Amiodaron, Interferon), fehlende Anlage oder Unterentwicklung der Schilddrüse, Unterfunktion der Hirnanhangsdrüse Therapie: Die Behandlung der Hypothyreose besteht in der Gabe von Schilddrüsenhormon in Tablettenform. Die zuvor bestehenden körperlichen und psychischen Beschwerden normalisieren sich unter der Hormongabe meist rasch.

SCHILDDRÜSENÜBERFUNKTION


Die Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) ist eine Erhöhung der Schilddrüsenhormonwerte durch übermäßige Produktion oder Sekretion.


Mögliche Symptome:

Innere Unruhe, vermehrtes Schwitzen, Schlafstörungen, hoher Blutdruck, Herzklopfen, Herzrhythmusstörungen, Durchfall, Gewichtsabnahme, Muskelschwäche, Stimmungsschwankungen bis hin zur Aggressivität


Ursachen:

Morbus Basedow, Schilddrüsenautonomie (s.u.), Thyreoiditis de Quervain, Thyreoiditis nach einer Schwangerschaft, Überdosierung von Schilddrüsenhormonen, Jod, diverse Medikamente (Amiodaron)


Therapie:

Medikamente, die die Schilddrüsenhormonproduktion hemmen, Operation, Radiojodtherapie – je nach Krankheitsbild Die wichtigsten Ursachen einer Hyperthyreose sind die Schilddrüsenautonomie und die Basedowsche Erkrankung.

Morbus Basedow


In Ländern mit hoher Jodversorgung, wie Österreich, ist der M. Basedow die häufigste Ursache einer Schilddrüsenüberfunktion. Frauen sind 10-mal häufiger betroffen als Männer. Der Körper bildet Abwehrstoffe (Antikörper) gegen Teile der Schilddrüse, welche die Schilddrüse zur vermehrten Hormonproduktion anregen. Dadurch kommt es in der Folge zu einer Schilddrüsenüberfunktion. Im Blut können charakteristische TSH- Rezeptor Antikörper nachgewiesen werden, die die Diagnose bestätigen. Der M. Basedow kann aber auch andere Organe befallen. In 60% der Fälle kommt es zu einer Mitbeteiligung der Augen und Augenmuskeln mit Schwellungen und Gewebevermehrungen (endokrine Orbitopathie). Charakteristisch sind ein deutliches Hervortreten der Augen (Exophthalmus), hochgezogene Oberlider (Lidretraktion) und eine damit verbundene Erweiterung der Lidspalten. Das kann vielfältige Auswirkungen auf die Augenfunktion und Sehkraft haben. Daher sind Kontrollen durch einen Augenarzt ratsam.


Therapie:

Der Patient erhält Medikamente, die die Bildung der Schilddrüsenhormone bremsen, sogenannte „Thyreostatika“. Bei etwa 40 Prozent der Patienten bildet sich die Erkrankung im Verlauf von 12 bis 18 Monaten von selbst wieder zurück und die Patienten müssen keine weiteren Thyreostatika mehr einnehmen. Bei etwa 60 Prozent der Patienten kommt es nach Absetzen der Thyreostatika zu einer erneuten Hyperthyreose. In diesen Fällen ist spätestens dann eine definitive Therapie durch eine Operation oder Radiojodtherapie angezeigt. Das im Einzelfall beste Vorgehen und die Entscheidung für eine frühe oder spätere oder Operation oder Radiojodtherapie hängt von der konkreten Befundkonstellation und den Wünschen des Patienten ab. So ist zum Beispiel bei großen Schilddrüsen, sehr hohen Entzündungswerten und bei zusätzlichen Knoten eine frühzeitige operative Therapie empfehlenswert. Das gilt prinzipiell auch bei einer begleitenden Augenerkrankung, da sich die Operation günstiger auf den weiteren Verlauf auswirkt und sich die Orbitopathie unter einer Radiojodtherapie verschlechtern kann. Da sich zum Beispiel auch Rauchen sehr ungünstig auf den Verlauf bei Morbus Basedow auswirkt, ist bei starken Rauchern eine spontane Erholung sehr unwahrscheinlich. In diesem Fall sollte besser eine frühe operative oder Radiojodtherapie erfolgen.


Schilddrüsenautonomie

Bei einer Schilddrüsenautonomie werden unabhängig von den Steuerungsmechanismen der Hirnanhangdrüse zu viele Schilddrüsenhormone produziert. Das kann in einem oder mehreren größeren Knoten (Adenome) oder aber diffus in der gesamten Schilddrüse geschehen (disseminierte Autonomie). Eine einmal bestehende Autonomie heilt in der Regel nicht spontan aus. Daher ist meist eine definitive Behandlung durch eine Operation oder Radiojodtherapie empfehlenswert.

SCHILDDRÜSENKREBS


Bösartige Schilddrüsentumore machen 1% aller Krebsarten aus und sind insofern eher selten. Auf 100.000 Einwohner kommen pro Jahr ca. 3 Neuerkrankungen. Ca. 0,1 – 1% der Schilddrüsenknoten können zu einem Krebs entarten. Je früher der Krebs festgestellt und operiert wird, umso besser sind die Heilungschancen. Insofern sollten Schilddrüsenknoten in regelmäßigen Abständen kontrolliert werden. Meist verursacht Schilddrüsenkrebs in sehr frühen Stadien keine Probleme oder Schmerzen. Nur 1/3 der bösartigen Tumore fallen dem Patienten durch rasch wachsende Knoten bzw. vergrößerte Lymphknoten oder Heiserkeit auf, oft werden sie als Zufallsbefund bei der Ultraschalluntersuchung entdeckt. Mikrokarzinome mit einer Größe von <10mm erlangen vor allem bei älteren Menschen keine klinische Bedeutung. Bei den bösartigen Schilddrüsentumoren unterscheidet man die papillären (70%), follikulären (10-15%) und medullären (5%) Karzinome, die jeweils langsam wachsen und eine gute Prognose haben vom anaplastischen Karzinom (5%), das meist im höheren Lebensalter auftritt und dessen Prognose ungünstig ist. Das medulläre Karzinom kann im Rahmen von familiär gehäuften, erblichen Tumorerkrankungen auftreten, die mehrere Drüsen im Körper, wie Nebenschilddrüsen, Hypophyse und die Bauchspeicheldrüse, betreffen. Daher sollte bei Patienten mit einem medullären Karzinom eine genetische Beratung und Untersuchung der Familienangehörigen erfolgen. Nach einer diagnostischen Feinnadelpunktion wird der Tumor operiert und die Diagnose mittels Histologie (Gewebsuntersuchung) gesichert, und in diesem Falle wird die Schilddrüse komplett entfernt, bei Befall auch die lokalen Lymphknoten. Papilläre und follikuläre Krebstypen können Jod speichern und werden meist durch eine zusätzliche Radiojodtherapie behandelt. Nach der Operation werden regelmäßige Nachkontrollen mittels Ultraschall durchgeführt, sowie die Schilddrüsenhormonersatztherapie und das Thyreoglobulin als Tumormarker mittels Laboruntersuchungen überwacht.

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